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Tips und Tricks
Zündkerzen
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Optimales
Zündkerzengesicht
Der Isolatorfuß
ist grauweiß-graugelb bis rehbraun verfärbt. Der Elektrodenabbrand ist
gering. Der Wärmewert der Zündkerze wurde richtig gewählt. Keine
thermische Überlastung. Die Gemisch- und Zündeinstellung ist
einwandfrei, der Motorzustand in Ordnung. |
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Verrußt
Ursache:
Fehlerhafte Gemischeinstellung: Gemisch zu fett, Luftfilter stark
verschmutzt, defekte Kaltstarteinrichtung. Überwiegender Einsatz im
Kurzstreckenverkehr. Wärmewert der Zündkerze zu hoch.
Auswirkung: Durch Kriechströme kommt es zu schlechtem
Kaltstartverhalten und Zündaussetzern. So kann unverbrannter Kraftstoff
in den Kat gelangen und diesen schädigen.
Abhilfe: Gemisch und Starteinrichtung richtig einstellen, Luftfilter
prüfen. Neue Original Beru Marken-Zündkerzen einbauen.
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Verölt
Ursache: Zu
viel Öl im Verbrennungsraum, Ölstand ist zu hoch, stark verschlissene
Kolbenringe, Zylinder und Ventilführungen.
Auswirkung: Zündaussetzer oder sogar Kurzschluss der Zündkerze,
Totalausfall.
Abhilfe: Motor überholen, richtiges Kraftstoff-Öl-Gemisch, neue
Original Beru Marken-Zündkerzen einbauen.
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Starker Verschleiß der Elektroden
Ursache:
Aggressive Kraftstoff- und Ölzusätze, ungünstige Strömungseinflüsse
im Brennraum (evtl. durch Ablagerungen), Motorklopfen, thermische
Überlastung.
Auswirkung: Zündaussetzer, besonders beim Beschleunigen (Zündspannung
für großen Elektrodenabstand nicht mehr ausreichend). Schlechtes
Startverhalten.
Abhilfe: Neue Original Beru Marken-Zündkerzen einbauen.
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Angeschmolzene Elektroden
Ursache:
Thermische Überlastung durch Glühzündungen, z. B. durch zu frühe
Zündeinstellung, Verbrennungsrückstände im Brennraum, defekte
Ventile, schadhaften Zündverteiler, unzureichende Kraftstoffqualität,
nicht vorschriftsmäßig angezogene Zündkerze.
Auswirkung: Vor Totalausfall (Motorschaden) tritt Leistungsverlust auf.
Abhilfe: Motor, Zündung und Gemischaufbereitung prüfen,
Anzugsdrehmomente der Zündkerzen überprüfen. Neue Original Beru
Marken-Zündkerzen einbauen.
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Glasurbildung
Ursache:
Zusätze im Benzin und Motoröl bilden ascheartige Ablagerungen.
Auswirkung: Unter zu plötzlicher Vollbelastung des Motors werden diese
verflüssigt und elektrisch leitfähig.
Abhilfe: Kraftstoffaufbereitung exakt einstellen, neue Original Beru
Marken- Zündkerzen einbauen.
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Angeschmolzene Mittelelektrode
Ursache:
Thermische Überlastung durch Glühzündungen, z. B. durch zu frühe
Zündeinstellung, Verbrennungsrückstände im Brennraum, defekte
Ventile, schadhaften Zündverteiler, unzureichende Kraftstoffqualität,
evtl. Wärmewert zu niedrig, Anzugsdrehmoment nicht beachtet.
Auswirkungen: Zündaussetzer, Leistungsverlust (Motorschaden).
Abhilfe: Motor, Zündung, Gemischaufbereitung, Anzugsmomente der
Zündkerzen überprüfen. Neue Original Beru Marken-Zündkerzen mit
richtigem Wärmewert einbauen.
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Ablagerungen
Ursache:
Legierungsbestandteile, insbesondere aus Öl, können Rückstände
bilden, die sich im Brennraum und auf der Zündkerze ablagern.
Auswirkung: Kann zu Glühzündungen mit Leistungsverlust und zu
Motorschäden führen.
Abhilfe: Motoreinstellungen überprüfen. Neue Original Beru
Marken-Zündkerzen einbauen, evtl. Ölsorte wechseln.
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Isolatorfußbruch
Ursache:
Mechanische Beschädigung bei unsachgemäßer Handhabung. Im
Anfangsstadium häufig nur als Haarriss erkennbar. In Grenzfällen kann
durch Ablagerungen zwischen Mittelelektrode und Isolatorfuß - besonders
bei überlanger Betriebsdauer - der Isolator gesprengt werden.
Klopfender Motorbetrieb.
Auswirkung: Zündaussetzer, Zündfunke springt an Stellen über, die
durch Frischgemisch nicht sicher erreicht werden.
Abhilfe: Neue Original Beru Marken-Zündkerzen einbauen.
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Hinweis:
Die dargestellten Beispiele gelten nur für 4-Takt-Motoren.
Vor der Beurteilung des Kerzengesichtes sollte das Fahrzeug mehrere
Kilometer
im mittleren Leistungsbereich bewegt werden. |
| Achtung:
Versucht keinesfalls, durch eine Kerze mit einem niedrigeren Wärmewert
(also eine "heißere" Kerze) die Verbrennung Eures Motors zu
verbessern. Durch die zu hohe Hitzebelastung führt dies im schlimmsten
Fall zu einem Loch im Kolben. |
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Wärmewert:
Wenn die Zündkerzen schon nach wenigen Kilometer nicht mehr richtig
arbeiten, dann haben Sie meist einen falschen Wärmewert. Wird der Motor
ständig hoch belastet (Herbrenner-Mode), so versucht man es mit einem
höheren Wärmewert, bei niedrig belastetem Motor mit einem niedrigerem
Wärmewert.
Die Wärmewertskala ist eine ursprünglich von Bosch willkürlich
gewählte Zahlenreihe. Der Wärmewert ist also kein absoluter Maßstab
wie .B. "Meter" oder "Kilogramm", sondern nur ein
Vergleichswert. Die von Bosch aufgestellte Wärmewertreihe reicht von 20
bis 500. Je höher der Wärmewert einer Zündkerze ist, um so größere
thermische Belastungen hält Sie im Motor aus, bevor Elektroden oder
Isolator zu glühen beginnen und so eine unerwünschte, frühzeitige
Entzündung des Kraftstoff-Luft-Gemisches einleiten. Je geringer der
Wärmewert ist, um so weniger anfällig ist eine Zündkerze gegen
Verrußen oder Verölen. Eine Zündkerze die gleichermaßen höchste
thermische Belastungen wie Verschmutzungen aushät, gibt es nicht, diese
gegensätzlichen Forderungen lassen sich nur in geringen Grenzen unter
einen Hut bringen.
Die Wiederstandsfähigkeit gegen Verrußen und Verölen bzw. gegen
thermische Belastung hat wenig mit dem Material zu tun, aus dem die
Zündkerze gefertigt ist, sondern ergibt sich aus dem mechanischen
Aufbau. Wenn die Zündkerze so konstruiert ist, daß der Isolator eine
große freiliegende Oberfläche hat, kann sie viel Wärme aufnehmen und
wenig abführen. Sie wird schon bei geringer Motorbelastung sehr heiß
und der Ruß oder das Öl verbrennt, man sagt: die Zündkerze
"brennt sich frei", sie hat ihre Selbstreinigungstemperatur
erreicht.
Ist die Zündkerze so gebaut, daß der Isolator nur wenig freiliegt,
wodurch Er weniger Wärme aufnehmen kann, die aufgenommene Wärme aber
schneller an den Stahlkörper abführen kann, so dauert es länger, bis
die Selbstreinigungstemperatur erreicht wird, die Motorbelastung muß
höher sein. Eine Zündkerze mit hohem Wärmewert, die in einem
Hochleistungsmotor eingebaut ist, erreicht ihre
Selbstreinigungstemperatur erst dann, wenn der Moto entsprchend scharf
gefahren wird. Die Zündkerzewird hierbei aber noch nicht o heiß, daß
Glühzündungen auftreten könne. Wird dieser Motor nun im
ausgesprochenen Tourenschwuchtelbetrieb gefahren, wobei er nur gering
belastet wird, so bleibt die Zündkerze zu kühl und kann sich nicht
freibrennen. Die Rußablagerung an dem Kerzenisolator ist ein - wenn
auch schlechter - elektrischer Leiter, über den ein Teil der
Zündspannung zur Masse fließen kann. Man bezeichnet das als "Nebenschluß".
Bei starker Rußablagerung kann es zu Zündaussetzern kommen. Eine Kerze
mit niedrigerem Wärmewert wäre jetzt richtig, denn diese brennt sich
schon bei niedrigen Temperaturen frei. Wird der Motor mit dieser
Zündkerze aber im Herbrenner-Mode gefahren, so wird die Zünkerze zu
heiß und es kommt zu Glühzündungen, wodurch der Motor überlastet
wird. Der Wärmewert der Zündkerze ist nicht nur von der Literleistung,
sondern auch stark von der Einbaulage im Brennraum, der
Brennraumgestaltung und den Kühlungsverhältnissen abhängig.
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Zündkerzen reinigen:
Das Reinigen der Zündkerzen mit Stahl- oder Messingbürsten und
Kratzern mit scharfen Gegenständen hat keinen Reinigungswert, sondern
schadet der Kerze.
Am besten wird die Kerze gar nicht gereinigt.
Reinigen in Zündkerzenreinigungsgeräten, wobei ganz feine Glasperlen
oder Sand gegen den Isolator und die Elektroden gestrahlt werden, ist
gerade noch vertretbar, da die Rückstände anschließend ausgespült
oder ausgeblasen werden. Vielfach liest man, daß die Zündkerzen nach
10000km gewechselt werden sollen. Sofern der Motor keine Zündstörungen
hat oder sich ein Nachlassen der Motorleistung bemerkbar macht, sollte
man die Kerzen aber nicht einfach auswechseln. Auch bei Zündstörungen
und nachlassender Motorleistung sollte man die Schuld nicht zuerst bei
den Kerzen suchen, sonder den Motor und die Zündanlage prüfen. Heutige
Kerzen halten meist länger als 15000km, doch muß eventuel der
Elektrodenabstand wieder auf den richtigen Wert gebracht werden, da er
im Laufe der Betriebszeit durch den Abbrand vergrößert wird. Nach rund
4-6000km sollte man den Elektrodenabstand der Zündkerze schon
kontrollieren und gegebenenfalls auf den richtigen Wert 0,6mm bringen.
Hierfür gibt es Kontrllehren und Nachbiegewerkzeuge von den
Zündkerzenherstellern. Mit der einfachen Fühlerblattlehre ist es in
der Regel auch getan.
Wenn die Zündkerzen schon nach wesentlich weniger als 15000km nicht
mehr richtig arbeiten, dann haben sie meist einen falschen Wärmewert. |

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| Bezeichnung |
Gewinde |
Schlüsselweite |
Anzugsmoment |
| B |
14 |
21 |
25 - 35 Nm |
| C |
10 |
16 |
10 - 15 Nm |
| D |
12 |
18 |
15 - 25 Nm |
Zündkerzenwechsel
Zum
Einschrauben der Kerzen solltet Ihr zumindest die ersten paar
Umdrehungen mit der Hand machen, da man mit einem Schlüssel leicht
den richtigen Winkel verpaßt, so daß das Gewinde des Zylinderkopfes
zerstört werden kann.
Sind die Kerzen mit der Hand nur sehr schwer zu erreichen, sind sog.
Montagehilfen hilfreich, die einem das nötige Feingefühl zum
Einsetzen der Kerzen verleihen!
Beim Eindrehen: Gewinde säubern!!! Als Gleitmittel ggf.
Molybdänsulfitpaste (z.B. Molykote, Liqui-Moly) verwenden. Auf keinen
Fall normales Fett oder Öl verwenden, da diese verbrennen und die
Rückstände das Kerzengewinde noch schwergängiger machen.
Wenn kein Drehmomentschlüssel vorhanden, per Hand bis zum Anschlag
eindrehen, dann: Neue Kerze max. eine dreiviertel Umdrehung, alte
Kerzen max. eine halbe Umdrehung (Dichtung ist schon platt) mit dem
Schlüssel festziehen. |
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Motor
abkühlen lassen!
Nur am Zündkerzenstecker ziehen, Zündfolge nicht verwechseln. |
- Kerze
lockern und Mulde säubern.
- Neue
Zündkerze fingerfest einschrauben, Kerze mit Dichtring
(Flach-Dichtsitz) um 90° weiterdrehen.
- Zündkerze
ohne Dichtring (Kegel-Dichtsitz) um 15° weiterdrehen,
Zündkerzenstecker aufstecken.
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| Vorgang
bei der nächsten Kerze wiederholen |
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